Definition

Unter Burnout versteht man einen andauernden Zustand der körperlichen, seelischen und emotionalen Erschöpfung. Jede/jeder kann betroffen sein. Burnout hat nichts mit persönlichem Versagen zu tun. Oft sind es sehr leistungsbereite und motivierte Menschen, die ausbrennen. Nicht immer muss der Beruf schuld daran sein. Private oder persönliche Belastungen führen nicht selten zu einem Zustand des „Ausgebrannt Seins“.
Die Kombination privater, persönlicher sowie im Arbeitsleben auftretender Belastungen führen nicht selten zu einem Zustand des "Ausgebrannt Seins".

In der internationalen Klassifikation der Krankheiten (ICD-10-Code) wird der Begriff Burnout unter der Rubrik „Probleme mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung“ als Ausgebrannt Sein bezeichnet.

Die meisten Erklärungsansätze gehen davon aus, dass Burnout letzten Endes eine Folge von Langzeitstress ist, welches auf Grund chronischer Überforderung von innen und außen entsteht.

"Wer heute keine Zeit für seine Gesundheit hat,
wird später viel Zeit für seine Krankheiten brauchen."
>Sebastian Kneipp<

Verlauf

Burnout ist ein schleichender Prozess und kann sich über Monate und Jahre hinwegziehen.

Nach dem deutsch-amerikanischen Psychoanalytiker Herbert Freudenberger wird die Entwicklung in 12 Phasen eingeteilt.

In den Phasen 1 - 4 wird die Arbeit zum absoluten Lebensmittelpunkt. Eigene Bedürfnisse werden zurück gestellt und Grenzen werden überschritten.

In den Phasen 5 - 9 kommt es bereits zu verschiedensten Änderungen der Person selbst. Eigene Bedürfnisse werden verdrängt. Der Zustand gewinnt an Eigendynamik. Ab hier wird ein beginnendes Burnout bedrohlich. Es kommt vermehrt zu Desorientierung, Aufmerksamkeitsstörungen, Meidung privater Kontakte und innerer Kündigung. Psychosomatische Reaktionen wie Herz-Kreislauf Probleme, chronische Schlafstörungen, Gewichtsveränderungen usw. treten auf.

In den Phasen 10 - 12 kommt es vermehrt zu Panikattacken und Angstzuständen. Die Betroffenen fühlen sich nutzlos. Diese Hoffnungslosigkeit, Sinnlosigkeit, Antriebslosigkeit kann sich bis hin zur Depression verdichten. Im Endstadium des Burnouts erlebt der Betroffene eine existenzielle Verzweiflung. Die Einstellung zum Leben ist überwiegend negativ und das Gefühl der Hilflosigkeit tritt in den Vordergrund.

 

Warnhinweise

Um die Entwicklung in Richtung Burnout rechtzeitig zu erkennen, ist es besonders wichtig, die Warnhinweise richtig deuten zu können und auch ernst zu nehmen.
 
Erste Warnhinweise können sein:

  • Die Arbeit wird zum hauptsächlichen Lebensinhalt
  • Chronische Vernachlässigung der eigenen Bedürfnisse und der sozialen Kontakte
  • Psychosomatische Reaktionen treten vermehrt auf: immer wieder kehrende, hartnäckige Infekte und Erkältungen, Schlaflosigkeit, Angstzustände, Herz-Kreislaufprobleme usw.
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